原文:BODY【Jonas Nay, 24, liebt es, für eine Rolle Abgründe zu erkunden, ist privat aber Gott sei Dank viel glücklicher.
Das Schauspieltalent ("Hirngespinster") macht seit einigen Jahren mit ziemlich dramatischen Rollen von sich reden: In dem mit einem Grimme-Preis ausgezeichnetem Drama "Homevideo" spielte er 2011 beispielsweise einen 15-Jährigen, dessen Mitschüler an ein intimes Video von ihm kommen und ihn anschließend terrorisieren. Ab kommendem Sonntag [4. Januar] ist er in dem ZDF-Dreiteiler "Tannbach" zu sehen, die Familiensaga erzählt von den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs, die anschließende amerikanische Besetzung und den Bau der Mauer.
Seiner düsteren Rollen zum Trotz ist Jonas im wahren Leben weitaus fröhlicher, wie er im Gespräch mit dem "Südkurier" betonte: "Das bin ja auch ich, Jonas Nay, und das andere sind die Figuren, die ich spiele. [...] Jedenfalls empfinde ich mich selber als glücklichen Menschen, und privat sieht man mich eher heiter als traurig. Ich lache auch gerne. Ich hab ja auch allen Grund dazu, fröhlich zu sein, schließlich hatte ich bisher ein sehr schönes Leben. Und das, was ich mache, mache ich leidenschaftlich gerne."
Der Lübecker genießt seine gut laufende Karriere sehr, macht sich aber immer wieder bewusst, wie vergänglich der Erfolg eines Schauspielers sein kann und dass der Konkurrenzkampf im Geschäft groß ist. Vielleicht hilft ihm seine zweite große Leidenschaft auch dabei, nicht in der trubeligen Filmbranche den Überblick zu verlieren: Jonas studiert Jazzpiano an der Musikhochschule in Lübeck und braucht diesen Ausgleich - er liebt die Musik von Herzen:
"Musik bedeutet für mich Heimat", erklärte er gegenüber der Zeitschrift "emotion". "Ich spiele Klavier, seit ich sechs war. [...] In die Schauspielerei bin ich reingeschlittert, aber wenn mich jemand fragt, was ich gelernt habe, würde ich sagen: Setz mich ans Klavier, das kann ich!"
TV-Fans können jetzt aber erst einmal wieder sehen, was Jonas Nay vor der Kamera kann: "Tannbach